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Nacura

Ausgesetzte Tiere
Wenn Herrchen einfach wegfährt

Die Ferienzeit ist keine gute Zeit für Haustiere. Tausende Tiere werden jedes Jahr ganz einfach ausgesetzt. Dürfen verantwortungslose Besitzer ihren «lästigen» Hund auf diese Weise loswerden?

Beginn der Sommerferien, Szene auf einer Autobahnraststätte: In der hintersten Ecke des Parkplatzes steigt hastig ein Mann ins Auto. Zurück bleibt ein verwirrter Schäferhund, der erst geduldig wartet, dann aber verzweifelt zwischen den parkenden Wagen sein Herrchen sucht und dabei fast überfahren wird.

Petra K. hat das Ganze beobachtet. Geistesgegenwärtig merkt sie sich das Kennzeichen des Personenwagens, in welchem sie den Besitzer des Schäferhundes vermutet. Das verwirrte Tier möchte sie am liebsten behalten. Zwar ärgert es ihren Mann, dass sich die Fahrt in den Urlaub verzögert, jedoch willigt er ein, den Hund in ein Tierheim zu bringen.

Strafanzeige?

Petra K. will unbedingt etwas gegen den Hundehalter unternehmen. Kann sie das ? JA, denn: auch wenn Tiere rechtlich betrachtet immer noch als ?Sache" gelten, kann man sich einer solchen «Sache» nicht auf beliebige Weise entledigen. Das Tierschutzgesetz enthält eine ganze Reihe von Taten, die Strafe nach sich ziehen. Unter anderem ist «das Aussetzen oder Zurücklassen eines im Hause oder Betrieb gehaltenen Tieres in der Absicht, sich seiner zu entledigen» verboten. Ausgesetzt ist ein Tier dann, wenn es durch eine aktive Handlung in eine neue Situation gebracht wird, wo es gefährdet ist. Zurückgelassen ist eine Katze etwa dann, wenn ihre Halter in eine neue Wohnung ziehen und das Tier am alten Ort zurücklassen.

Beides, Aussetzen und Zurücklassen, kann nach §18 desTierschutzgesetzes mit Haft oder mit Buße bis zu 25.000,00 Euro bestraft werden. In den meisten Fällen bleiben die Täter aber unentdeckt. Petra K. hat im Fall des Schäferhundes richtig gehandelt. Durch Stellen einer Strafanzeige mit Hilfe des Autokennzeichens konnte sein ehemalige Halter bestraft werden.

Welche Auswirkungen hat das Aussetzen der Tiere auf die Tierheime:

In den Tierheimen beginnt  nun das große Zittern, denn die Sommerferien beginnen Anfang August.

Mehr ausgesetzte Vierbeiner zu Ferienbeginn = überfüllte Tierheime

"Einen sprunghaften Anstieg von ausgesetzten Tieren" erwarten die Heimleiter. Dabei sind viele

Häuser seit der Kampfhundeverordnung ohnehin schon voll. ?Mit Grausen" blicken die Heimleiter schon der erwarteten Welle von ausgesetzten Hunden und Katzen entgegen:

"Die Ferien können der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt denn dann werden noch mehr Vierbeiner von ihren Besitzern rausgeschmissen als sonst. Und hier kennen die Besitzer in der Art und Weise kaum Grenzen: Hunde werden an Autobahnraststätten einfach aus dem Wagen geworfen, Katzen in Papierkörben entsorgt".

Was kann jeder Einzelne von uns tun?

Halten Sie Augen und Ohren offen!

Hören Sie am Rastplatz ein Geräusch aus dem Gebüsch oder aus dem Abfalleimer, schauen Sie nach ! Sehen Sie hier oder am Straßenrand ein Tier alleine, halten Sie bei nächster Möglichkeit an.

Bitte übernehmen Sie die Verantwortung und halten an ! Schauen Sie lieber einmal zu viel nach als zu wenig, auch wenn Sie riskieren ein paar Stunden später in Ihrem wohlverdienten Urlaub anzukommen. Sie retten so das Leben des Tieres ! Verständigen Sie umgehend die Polizei und/ oder das zuständige Tierheim.

Bemerken Sie ein verdächtiges Fahrzeug, notieren Sie sich die Nummer und teilen Sie diese den Beamten mit. Diese recherchieren dann weiter.

Traurige Wirklichkeit: oftmals holt sich der Besitzer des Tieres nach dem ?unbeschwerten und erholsamen Urlaub? ein neues Tier, das er dann im nächsten Jahr ohne Gewissensbisse wieder aussetzen kann.

Wer kein Gewissen hat, dem wird auch keines schlagen.

Manche Menschen wissen vielleicht nicht, wo sie ihre Tiere in der Urlaubszeit unterbringen können bzw. wer sie in dieser Zeit versorgt. Wissen Sie von einer Urlaubsfahrt, fragen Sie doch einmal nach. Ist es Ihnen möglich, Hilfe anzubieten ? Das könnte z.B. so aussehen, dass Sie seine Katze füttern oder den Meerschweinchenkäfig in Ihre Wohnung stellen. Oder informieren Sie über kommerzielle Lösungen wie Tierpensionen oder Tierheim.

So kann der aufkeimende Gedanke eines Aussetzen schon im Keim erstickt werden.

Halten Sie sich nicht raus, mischen Sie sich ein!!

Tiere sind lebende Wesen, sie empfinden Schmerz, sie empfinden Leid und sind weder Gegenstände noch Spielzeuge, die man benutzt und auch wieder wegwirft. Sie verdienen es, mit Respekt und Würde behandelt zu werden.

 

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