• Homepage  • Spende  • Mitgliedschaft  • Anfahrt  • Kontakt  • Sitemap  • Impressum  
Flowmedia GmbH

Nacura

Tessa

 

Hallo, ich bin's, die Tessa!

 

Eigentlich hieß ich ja mal Katja, aber mein Herrchen meinte, dass Tessa viel besser zu mir passen würde.

 

Da ich zu dem Zeitpunkt noch nicht so gut Deutsch verstand, ich bin nämlich ein Podenco-Mix und komme aus Spanien, und auch eigentlich noch gar keinen Namen hatte, war mir das auch ziemlich egal.

Das war zu der Zeit, als es noch kalt und nass draußen war, mein Herrchen sagt, es war Anfang Februar 2004. Ich war damals ein 12 Monate junges und trauriges Hundemädchen im Gütersloher Tierheim.

 

Da kam eines Freitag abends dieser Mensch an meinem Käfig vorbei und schaute zu mir herein. Was soll ich sagen: Ich mochte ihn sofort, und auch mein Zellengenosse Rambo fand ihn ganz nett. Der Mensch sprach zu mir, gab mir und Rambo Leckerchen, und ich stellte mich mit meiner ganzen Länge an das Gitter, damit er mich auch überall kraulen konnte. Das tat der Mensch dann auch gaaaanz lange, ich fand das super toll und schaute ihn aus meinen großen brauen Augen traurig an, als er wieder gehen wollte.

 

Schon am nächsten Nachmittag war er wieder da, und ich durfte mit ihm und seien Leuten Gassi gehen. Alle rochen ganz nett, sprachen mit mir, kraulten und verwöhnten mich, und waren sehr glücklich. Doch dann ging der Mensch wieder weg und ich war den ganzen nächsten Sonntag nur mit Rambo alleine.

 

Doch der Montag sollte etwas besonderes sein! Die netten Leute im Tierheim sprachen anders mit mir. Die lieben Mädchen, die immer mit mir Gassi gingen, waren ganz traurig, und ich verstand das alles nicht.

 

Plötzlich stand er dann wieder an meinem Käfig, der nette Mensch der mich besucht hatte; seine Leute waren auch da und sprachen ganz freudig mit mir. Die Tierheimleute holten mich aus meinem Käfig und der Mensch nahm die Leine und sagte, ich würde nun ein neues Zuhause bekommen.

 

Ein Zuhause ??? Nur für mich ???...

Keine langen Tage mehr ohne gekrault zu werden??

Keine Jagd mehr nach etwas Fressbarem wie in Spanien??

Keine weiteren einsamen Tage auf dem kalten Beton im Auslauf ??

Ich konnte es nicht glauben ...

 

Mir wurde ganz seltsam, als mein neues Herrchen noch einmal kurz mit mir Gassi ging und mich dann erst mal in so einem rollenden Blechding hinten drin verstaute. Ach, was war das aufregend, ich konnte während der Fahrt raussehen, und vor dem Trenngitter saßen Herrchens Leute und sprachen mit mir. Wir fuhren zu einem Haus, in dem es ganz viele tolle Hundesachen gab, und Herrchen ließ mich mein Spielzeug aussuchen! Ich bekam eine ganz tolle warme Decke, eine neue Leine nur für mich allein und viele andere schöne Sachen; und leckeres Freßchen! Dann fuhren wir wieder weiter, auf zu meinem neuen Zuhause; ich war total gespannt; und eine wenig Angst hatte ich auch zuerst...

 

Dort angekommen, inspizierte ich erst einmal die Küche, denn dort roch es so toll, und Herrchen stellte mir auch sofort einen Napf mit leckerem Freßchen und Wasser hin.

Der Abend war sehr aufregend, Herrchen ging mehrmals mit mir Gassi, damit ich auch lernte, wo ich denn hinmachen durfte. Aber da ich schon wusste, dass die Menschen es so wie wir Hunde nicht mögen, wenn in unsere Wohnhöhle ein "Geschäft gemacht" wird, habe ich immer brav gewartet, bis mein neues Herrchen mit mir rausging.



Aber das ist ja alles schon sooo lange her!

 

Vor ein paar Tagen hatte mein Herrchen Besuch von einer der netten Frauen aus dem Tierheim. Die freute sich ganz toll, dass ich so ein schönes Zuhause habe, einen Rasen zum drauf Rumlümmeln und Spielen, viel Zeit mit Herrchens Leuten, die mit mir lange Spazieren gehen, oder abends mit Herrchen eine kleine Tour am Fahrrad machen.

 

Mir gefällt es jedenfalls inzwischen so gut, dass ich noch nicht einmal mehr abhaue, wenn die Haustür offen steht, und das heißt für einen Podenco-Mix schon was! Aber Herrchen geht auch zur Hundeschule mit mir, damit wir unsere Sprachen gegenseitig besser verstehen. Viele Sachen habe ich schon gelernt und freue mich immer wieder über alles Neue.



 

So, jetzt werde ich meinem Herrchen wieder frei geben, damit er meinen Brief, den er für mich geschrieben hat, auch an die netten Tierheimleute schicken kann. Ich verschwinde in der Zwischenzeit wieder auf meine Wiese, noch ein wenig spielen und in der Sonne dösen, die Amseln beobachten und aufpassen, ob Frauchen nicht ein Leckerchen fallen lässt, das ich stibitzen kann.

Es grüßt Euch Hundefreunde,

Eure Tessa.

 

PS: Ich grüße meinen ehemaligen Zellengenossen Rambo, der nun auch ein neues Herrchen und ein schönes Zuhause hat.

 

Und das Herrchen schreibt noch:

 

Tessa ist eine Leishmaniose-positive Podenco-DSH Mixhündin mit einem geringen Titer. Sie bekommt täglich ihre Tabletten, viel Liebe und wenig, oder besser gar keinen, Stress, denn Stress ist für LM-positive Hunde mit das schlechteste, was ihnen passieren kann.

 

Stress, aggressive Erziehung nach den überholten Dominanzschemata, Angst und Unterdrückung erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruches dieser Krankheit. Eine liebevolle, aber auch konsequente Erziehung mit positiver Verstärkung, viel Zeit zum Spazieren gehen oder Radfahren, Bewegung allgemein und gutes, nährstoff- und vitaminreiches Futter sind zusammen mit einer passenden Medikamentation jedoch die Faktoren, die auch einen LM-positiven Hund eine Chance auf ein langes und schönes Hundeleben geben.

 

Die Leishmaniose darf nicht unterschätzt werden, sie ist und bleibt die Krankheit mit der höchsten Sterblichkeitsquote aller aus Südeuropa kommenden Hunde! Doch das darf kein Grund sein, einem solchen Hund kein neues Zuhause zu geben. Der Hund jedenfalls wird es seinen neuen Herrchen ein Leben lang danken. Außerdem bestehen berechtigte Hoffnungen in der Richtung, dass die LM mittels neuer Medikamente ihren Schrecken verlieren kann, und diese Hunde dann ein neues Leben geschenkt bekommen.

 

Natürlich verursacht ein LM-positiver Hund höhere Kosten als ein anderer Hund, doch wer kann schon garantieren, dass nicht auch ein bisher unauffälliger Hund plötzlich an einer anderen Krankheit erkranken könnte, und somit ebensolche Kosten verursacht. Was kostet ein Rassehund mit Papieren in der Anschaffung? Die Differenz der Anschaffungskosten zu einem Tierheimhund sollte da schon fast ausreichen, um für viele Jahre die Tierarztrechnungen bezahlen zu können.

 

Zurück zur Übersicht

 

 


 
   

Wählen Sie sich Über die beiden Links bei Amazon und/oder Zooplus ein, dann erhält das Tierheim Gütersloh durch Ihre Bestellung einen Bonus. Vielen Dank!

Tierbedarf, Futter, Tierzubehör günstig kaufen bei zooplus Unterstützen Sie uns mit
Ihrem Online-Einkauf
ohne Extrakosten