• Homepage  • Spende  • Mitgliedschaft  • Anfahrt  • Kontakt  • Sitemap  • Impressum  
Flowmedia GmbH

Nacura

Kastrationspflicht

in Gütersloh, bereits seit November 2010!!

 

Als erster Grundansatz, um das unkontrollierte Tierleid in Gütersloh und Umgebung einzudämmen, wurde bei der Stadt Gütersloh eine Kennzeichnungs- und Registrierungpflicht aller Katzen, sowie die Kastrationspflicht für Freigängerkatzen gestellt.

 

Diesem Antrag wurde im Umweltausschuss stattgegeben:

 

Mit Beschluss des Rates vom 12.07.2010 wurde die Verwaltung beauftragt, die Ordnungsbehördliche Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Gütersloh (OBVO) um eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen, die sich in menschlicher Obhut befinden, zu ergänzen. Gleichzeitig soll durch geeignete Maßnahmen aktive Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit geleistet werden.

 

Die Aufnahme einer Kastrationspflicht für Katzen in die OBVO ist dann zulässig, wenn durch freilaufende, nicht kastrierte Katzen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung hervorgerufen werden kann. Die Tierschutzvereine und –organisationen weisen seit Jahren auf eine deutliche Zunahme der Katzenpopulation hin. Auch in Gütersloh ist das Anwachsen der Katzenpopulation zu beobachten....

 

.... In den vergangenen Jahren ist es zu einer erheblichen Zunahme von Fundkatzen oder herrenlosen Katzen im städtischen Tierheim gekommen. Bereits mehrfach musste die Annahme von Katzen aus Kapazitätsgründen abgelehnt werden. Diese Häufungen sind auch auf den deutlichen Anstieg der Katzenpopulation zurückzuführen. Die Versorgung und ärztliche Behandlung dieser Fundkatzen bzw. herrenloser Katzen führt zu einem extremen Anstieg der Unterhaltungs- bzw. Betriebskosten für das Tierheim Gütersloh. Die Einführung einer Kastrationspflicht für freilaufende Katzen ist ein geeignetes Mittel, um den weiteren Anstieg der Katzenpopulation langfristig einzudämmen.

 

Der Tierschutzverein Gütersloh und auch der Verein „Achtung für Tiere e.V.“ kümmern sich seit Jahren um herrenlose, verwilderte Katzen. Diese werden eingefangen, kastriert und in der Regel wieder ausgesetzt. Derartige Bemühungen zur Eindämmung der Katzenpopulation sind jedoch dauerhaft nicht erfolgreich, sofern freilaufende Katzen, die sich in menschlicher Obhut befinden, sich unkontrolliert fortpflanzen können.

 

Trotz der bisher durchgeführten Katzenkastrationsbemühungen der Tierschutzvereine hat die Zahl der im Stadtgebiet ausgesetzten, herrenlosen und verwilderten Katzen immer weiter zugenommen. Die Tiere pflanzen sich unkontrolliert fort und leben teilweise unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen.

 

 

Die zunehmende Populationsdichte führt außerdem zu folgenden Problemen:

 

- Gefährdung des Straßenverkehrs- Gefährdung der Katzen im Straßenverkehr

- Dezimierung frei lebender und bestandsbedrohter Tierarten (z.B. Singvögel)

- Vermeidbare Schmerzen und Leiden verletzter und/oder kranker Katzen im    Zusammenhang mit   Revierkämpfen und/oder während der Paarungszeit. 

- gesundheitliche Beeinträchtigung der von Menschen gehaltenen Haustiere

- Belästigung der Bevölkerung durch streunende Katzen (Ruhestörung, Markierung des Reviers usw.)

 

Bedenkt man, dass eine geschlechtsreife Katze im Normalfall zwei- bis dreimal im Jahr 4-6 Nachkommen zeugt, kann man sich ausmalen, wie sich die Situation immer weiter verschärft.

 

Das systematische Kastrieren von frei lebenden/freilaufenden Katzen ist aus Sicht des Tierschutzes die einzig vertretbare Maßnahme, um wirksam Einfluss auf die Population zu nehmen. Eine Vielzahl freilaufender nicht kastrierter Katzen wird von Menschen gehalten oder auch nur gefüttert. Um den Nachwuchs dieser Katzen, die sich regelmäßig im Freien aufhalten, kümmert sich niemand ernsthaft. Die in freier Natur geborenen Jungkatzen verwildern nach kurzer Zeit und sind bereits im 7. bis 8. Lebensmonat ebenfalls wieder geschlechtsreif.

 

Diese nachkommende Generation sorgt damit für einen weiteren Anstieg der Populationsdichte.

 

 

Der Tierschutzverein Gütersloh und Umgebung. e.V. als Träger des Tierheimes in Gütersloh ist an die Kapazitätsgrenze der Aufnahme dieser vielen Katzen angekommen. Das Tierheim ist teilweise so stark belegt, dass sogar Personalräume zum Teil umfunktioniert werden um diese Tiere versorgen zu können. Durch die dichte Überbelegung kommt es immer wieder zu Infektionskrankheiten.

Die Stadt Gütersloh ist nun, wie schon einige andere Städte (z. B. Paderborn, Hildesheim um nur zwei zu nennen, bei vielen weiteren liegen die Anträge der örtl. Tierschutzorganisationen vor und befinden sich in der Entscheidungsphase) den Schritt in die richtige Richtung gegangen.

 

Der Tierschutzverein Gütersloh und Umgebung. e.V. appelliert nun an alle Besitzer freilaufender Katzen, dieser Verordnung zu folgen und die Kastration und Kennzeichnung durch einen Tierarzt vornehmen zu lassen.

 

 

                                    -----------------------------------------

Beschlussfassung:

Aufgrund der §§ 27 Abs. 1, Abs. 4 Satz 1, 31 des Gesetzes über Aufbau und Befugnisse der Ordnungsbehörden – Ordnungsbehördengesetz (OBG) – in der Fassung der Bekanntmachung vom 13.05.1980 (GV NRW S. 528) zuletzt geändert durch Gesetz vom 05.04.2005 (GV NRW S. 274) wird von der Stadt Gütersloh als örtliche Ordnungsbehörde gem. dem Beschluss des Rates der Stadt Gütersloh vom 26.11.2010 für das Gebiet der Stadt Gütersloh nachstehende Änderung der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Gütersloh vom 24.04.2009 erlassen:

 

Nach § 4 Abs. 3 wird eingefügt:

(4) Katzenhalter/innen, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese zuvor von einem Tierarzt kastrieren und mittels Tätowierung oder Mikrochip kennzeichnen zu lassen. Dies gilt nicht für weniger als 5 Monate alte Katzen.

 

Als Katzenhalter/in vorstehenden Sinne gilt auch, wer freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellt.

 

(5) Für die Zucht von Rassekatzen können auf Antrag Ausnahmen von der Kastrationspflicht zugelassen werden, sofern eine Kontrolle und Versorgung der Nachzucht glaubhaft dargelegt wird. Im Übrigen bleibt § 10 unberührt.

 

In § 11 Abs. 1 Nr. 3 wird nach dem Wort „Tieren“ eingefügt: sowie der Kastrationspflicht für Katzen

 

Inkrafttreten

 

Die I. Änderung zur Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Gütersloh tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

 

Die Kastration freilaufender Katzen ist auch angemessen, da sie sich auf Katzen beschränkt, die sich unkontrolliert vermehren können. Tierhalter, die ihre Katzen in der Wohnung halten, sind von einer Kastrationspflicht nicht betroffen. Das gilt auch, wenn Katzen Zugang zum Garten o.ä. haben und verhindert wird, dass das Tier daraus entweichen kann.

 

Die Kosten der Kastration werden dem Tierhalter als sog. Störer im ordnungsrechtlichen Sinne auferlegt. Tierhalter ist auch, wer freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellt.....


 
   

Wählen Sie sich Über die beiden Links bei Amazon und/oder Zooplus ein, dann erhält das Tierheim Gütersloh durch Ihre Bestellung einen Bonus. Vielen Dank!

Tierbedarf, Futter, Tierzubehör günstig kaufen bei zooplus Unterstützen Sie uns mit
Ihrem Online-Einkauf
ohne Extrakosten