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Nacura

Emma und die Graue



Hallo liebe Mitarbeiter des Tierheimes Gütersloh, Hallo Frau Bolten,

wir haben Mitte 2014 zwei "Hofkatzen / Mäusejäger" von Ihnen bekommen und ich hatte versprochen, dass ich mich wieder bei Ihnen melde, wenn die beiden sich eingelebt haben.

Ok, ich hätte auch zwischendurch mal einen Status an sie schicken können, aber JETZT habe ich wirklich das Gef ühl, dass Emma und Die Grau (ehemals Mona) wirklich bei uns angekommen sind.
Ich mache das daran fest, dass Die Graue inzwischen fast alles mit sich machen lässt und dabei schnurrt und
Emma trotz einer schlimmen Verletzung an der Schulter wieder nach Hause gekommen ist um sich auszuruhen und sich nicht irgendwo im Wald verkrochen hat.

Aus diesem Grund möchte ich Sie alle an unserem Glück teilhaben lassen.

Hier habe ich die Geschichte der beiden aufgeschrieben.






Emma und „Die Graue“ (ehemals Mona) - Zwei echte Erfolgsgeschichten

 

Nach einem Jahr Katzenabstinenz und unzähligen inzwischen recht frech gewordenen Mäusen im Garten, gestattete mir mein Mann 2014 eine neue Katze.

 

Die Anzeige „Biete Job als Mausefänger - …“ führten mich zum Tierheim Gütersloh, denn mein Mann wollte zu diesem Zeitpunkt nur eine Katze zulassen, die Mäuse fängt und ausschließlich außerhalb des Hauses leben sollte.

Ich nahm also Kontakt mit dem Tierheim auf und wurde auf Herz und Nieren geprüft, ob ich eine entsprechende Katze bekommen dürfte.

Wir hatten Glück.

 

Als ich dann unsere Katze kennenlernen wollte, wurde mir gesagt, dass ich eigentlich zwei Katzen mitnehmen müsste, damit die eine während der Eingewöhnungsphase nicht so alleine im Pavillon wäre.

Da die Beiden ja sowieso nur draußen wären, willigte mein Mann irgendwann ein.

 

Dann kam der Tag an dem unsere neuen Katzen zu uns kommen sollten.

Emma wurde relativ schnell gefangen. Bei Der Grauen hat es etwas länger gedauert (mit Handschuhen und Kescher), da sie sich, wie ich später lernen würde, sehr gut versteckt hatte.

Dann ging es mit den beiden total verängstigten Katzen in Richtung neue Heimat.

 

Da der Pavillon schon vorbereitet war, konnte ich sie direkt dort wieder aus den Transportkisten lassen. Beide waren total misstrauisch und haben sich super vorsichtig bewegt. Jede Faser ihres Körpers war in höchster Alarmbereitschaft und bis zum Äußersten gespannt. Durch dieses Verhalten wurde mir das ganze Ausmaß der tief sitzenden Angst unserer Beiden bewusst. Eines war in diesem Moment klar: 6 Wochen Eingewöhnung würden auf keinen Fall reichen, um diese beiden an mich geschweige denn an irgendjemanden aus meiner Familie zu gewöhnen.

Nach einer Woche im Pavillon haben die beiden angefangen sich anzugreifen. - Offensichtlich war es für beide ein zu großer Stress: Neue Umgebung, ungewohnte Geräusche, ungewohnter Geruch, auf engem Raum mit einer andern Katze, die sich so gar nicht auf eine bekannte Art und Weise verhält…. Z. B ist „Die Graue“ ständig unter Emma gekrochen und es war ihr total egal, dass Emma so viel Nähe gar nicht wollte.

 

Nachdem ich von meinem Mann das OK bekam, das eine von den beiden für die Eingewöhnungsphase in einen Raum in unserem Haus durfte, ging es ans Einfangen.

Einige Kratzer und drei sehr schnell schlagenden Herzen (Emma, Die Grau und ich)

später, konnte ich Emma ins Haus verfrachten.

 

 

Emma - Von „Nur unter einem Möbelstück bin ich halbwegs sicher“ zu „Träumen auf der Fensterbank“

 

Zum Glück gab es in diesem Zimmer mehrere Möbelstücke unter denen Emma sich direkt verstecken konnte.

Nach vielen Tagen und unzähligen misslungenen Versuchen Emma dazu zu bringen wenigstens zum Fressen herauszukommen, musste ich sie sanft dazu zwingen, sich mit mir auseinander zu setzen. Also kamen alle Verstecke aus dem Zimmer heraus. Nur einen Stuhl und eine Matratze ließ ich noch in dem Raum (und natürlich ein Katzenklo und Fress- und Wassernapf).

Da ich zum Glück von zu Hause aus arbeiten konnte, saß ich jeden Tag mehrere Stunden auf der Matratze und gewöhnte Emma an meine Gegenwart.

Immer, wenn sie sich an etwas mit mir gewöhnt hatte, tat ich zusätzlich etwas Neues.

Z. B.: Erst legte ich das Trockenfutter an die äußerste Ecke der Matratze. Nachdem sie sich daran gewöhnt hatte, dass ihr dort nichts passieren konnte, legte ich es dichter an meinen Körper. Irgendwann lag es dann in meiner Hand.

Mit dem Streicheln war es genauso. Erst nur eine kleine Berührung mit dem Finger und irgendwann eine vorsichtige Hand auf dem Fell.

Da es für mich wichtig war, dass Emma sich auch an mindestens ein anderes Familienmitglied gewöhnt, falls ich mal außer Haus arbeiten müsste, bat ich unseren älteren Sohn

(damals 17 Jahre alt), Zeit mit Emma zu verbringen. Es war ziemlich frustrierend für ihn, da Emma ihn erstmal gar nicht beachtete. Aber mit der Zeit haben sich die Beiden aneinander gewöhnt.

Nach gut 3 Monaten war es dann soweit. Emma hatte gelernt, welche Geräusche ich mache, wenn es etwas zu Fressen gibt. Sie kam in der bekannten Umgebung relativ zügig auf mich zu, wenn ich sie gelockt habe. Also ging es zum ersten Schritt nach draußen.

Und weg war sie…

Erst am nächsten Tag kam sie wieder. Das war eine echte Erleichterung, denn ich hatte schon gedacht, dass es doch noch zu früh gewesen sei sie raus zu lassen.

In den folgenden Wochen und Monaten ging es mit ganz langsamen Schritten immer weiter.

 

Status heute:

Emma hat unseren Garten und unser Haus als ihr Reich eingestuft, was dazu führt, dass sie nach dem hereinkommen als erstes in jeden Raum des Hauses geht um zu prüfen, ob auch alles in Ordnung ist. Wenn jemand kommt oder geht, schaut sie nach ob derjenige akzeptabel ist. Wenn ich in meinem Büro sitze, liegt sie am liebsten auf der Fensterbank und träumt. Sie lässt sich auf den Arm nehmen und fordert täglich ihre Streicheleinheiten ein, indem sie sich zu einem Familienmitglied auf das Sofa legt und den Bauch zum kraulen präsentiert. Selbst mein Mann wird von ihr geduldet und manchmal lässt sie sich auch von ihm streicheln. Auch hat sie gelernt, was sie darf (z. B. auf dem Sofa und auf der Fensterbank liegen) und was nicht (auf den Tisch springen und meine Schnürsenkel abkauen) und weiß, dass wir sie Emma nennen.

Ihr Vertrauen ist inzwischen schon so weit gediehen, dass sie sich traut auch mal nicht in Ihre Katzentoilette zu machen, um ihren Wünschen mehr Nachdruck zu verleihen. Als Beispiel: Wenn ihr das Öffnen der Tür zu unserer Wohnung zu lange dauert, kann es schon mal vorkommen, dass sie in das Treppenhaus macht, obwohl sie dort auch eine Katzentoilette stehen hat, die sie unter anderen Umständen auch benutzt.

Auch hat sie inzwischen keine Angst mehr mit meiner Hand zu spielen (mit den Vorderpfoten festhalten und mit den Hinterpfoten wegstoßen).

Ich habe noch nie eine so vorsichtige Katze beim Spielen erlebt. Sie weiß genau, wann sie die Krallen einsetzen kann und wann sie mich besser nur mit ihren Fußballen festhalten sollte.

 

 

Die Graue - Von „24 Stunden am Tag im Katzenkorb unter der Decke“ zu „Auf dem Arm ist das Schnurren am schönsten“.

 

Nachdem Emma ins Haus gekommen war, wurde Die Graue alleine im Pavillon noch schreckhafter. Irgendwann hat sie nicht mehr gefressen. Also musste sie auch ins Haus. Da die beiden sich offensichtlich nicht wirklich verstanden und eher gegenseitig noch nervöser machten, kam Die Graue in unseren kleinen Flur. Dieser wird nur selten von meinem Mann und mir genutzt und brachte etwas Ruhe für dieses unglaublich verängstigte Wesen.

Die erste Zeit hat sie nur alleine gefressen und 24 Stunden unter der Decke in Ihrem Katzenkörbchen gelegen. Ich habe mir dann auch dort Kissen hingelegt und mich so viel wie möglich dort aufgehalten damit sie meinen Geruch wahrnehmen musste. Nach ungefähr zwei Wochen habe ich ihr das Fressen hingestellt und bin einfach nicht mehr weggegangen. Ihr Hunger hat sie dann irgendwann herausgelockt und ich musste feststellen, dass sie unglaubliche Schwierigkeiten beim Fressen hatte. Das wurde erst besser, als ich das Fressen - ausschließlich Feuchtfutter - mit einer Gabel kleingedrückt und ihr eine Schüssel mit hohem Rand gegeben habe. Offensichtlich ist sie am Anfang ihres Lebens wegen dieser Einschränkung auch so hürmelig geblieben.

Der nächste Schritt war, dass ich meine Hand in den Katzenkorb gelegt habe. Bis ich sie daran gewöhnt hatte sich berühren zu lassen sind mehrere Wochen ins Land gegangen.

Irgendwann mussten wir dann zu unserer Tierärztin. Ich war schon kurz vorm verzweifeln, weil ich überhaupt keine Fortschritte sehen konnte. Vor allem deswegen, weil Emma sich inzwischen schon vorsichtig streicheln ließ. Unsere Tierärztin wies mich darauf hin, dass Die Graue ganz von alleine die Nase aus dem Transportkorb steckte und meinte, dass sie trotz der schlimmen Erfahrungen, die sie offensichtlich gemacht hatte, noch immer neugierig sei. Das hat mir unheimlich viel Zuversicht gegeben.

Also hieß es weiter Geduld zu haben. Da ich sicherstellen wollte, dass vor allem Die Graue, mit ihrer schier nie enden wollenden Angst, nicht nur mir, sondern auch noch anderen Familienmitgliedern vertraut, habe ich meinem jüngeren Sohn (damals 13 Jahre alt) gesagt, er solle sich immer dann, wenn ich bei Emma war, bei Der Grauen hinsetzen und versuchen ihr Vertrauen zu gewinnen. Das war genau der richtige Schritt, denn unser Sohn hat sie dadurch in sein Herz geschlossen.

Irgendwann habe ich die Tür zu unserem Wohnzimmer offen gelassen, so dass Die Graue einen etwas größeren Bereich erkunden konnte. Und so haben wir uns gaaaaaanz langsam an die nächsten Schritte gewagt.

 

Status heute:

Die Graue wurde von unserem Sohn adoptiert und er kann inzwischen so ziemlich alles mit ihr machen, was er möchte. Egal ob es auf den Arm nehmen, um den Hals legen oder auf seinen Schoß heben ist. Er hat sie daran gewöhnt, selbst wenn wir laute Filme sehen, mit ihm auf dem Sofa zu kuscheln. Sobald er sie berührt geht das Schnurren und abschlecken ihrerseits los. Sein Bett, die Fensterbank und vor dem Ofen im Wohnzimmer sind ihre Lieblingsplätze

 

Die Graue ist unglaublich gelehrig und lässt sich kleine Dinge beibringen. Zum Beispiel: wenn man sie lockt, um ihr ein Stück Trockenfutter zu geben und dann den Zeigefinger hebt, weiß sie, dass die sich erst hinsetzen muss. Diese „Tricks“ lernt sie nach drei oder vier Wiederholungen und weiß sie auch nach drei Monaten noch - unglaublich schlau.

Ein kleines Stück Wildheit und Angs hat sie dennoch noch nicht abgelegt, weswegen sie gerne auf unseren Tisch springt, wenn keiner hinschaut. Auch verschwindet sie unter das Sofa, wenn mein Mann oder unbekannte Personen auf sie zugehen. Da scheint sie wohl sehr früh ganz schlechte Erfahrungen gemacht zu haben.

 

 

Resümee:

Immer wenn ich eine von den beiden anschaue kann ich es immer noch nicht fassen, was für eine wahnsinnige Verwandlung sie durchlebt haben.

Ich bin so froh, dass sie gelernt haben uns so sehr zu vertrauen, dass sie endlich wieder entspannen können und ihre geschundenen Seelen zur Ruhe gekommen sind.

 

 


Ich möchte mich in Vertretung von allen Familienmitgliedern (auch den haarigen) ganz herzlich bei Ihnen für das uns entgegengebrachte Vertrauen bedanken.
Unser aller Leben wurde dadurch in die eine oder andere Richtung bereichert.

Sonja






 
   

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