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Nacura

Katzenkastration
Katzenkastration - ein Muss?!

Mehrmals im Jahr kann eine Katze 3- 8 Junge bekommen. Das bedeutet: In nur 7 Jahren ist ein unkastriertes Katzenpaar in der Lage,ca. 1 Million Nachkommen zu zeugen. Diese Hochrechnung macht das Ausmaß der Katastrophe klar.

Solange es Menschen gibt, die Katzen einfach aussetzen oder einer planlosen Vermehrung gleichgültig gegenüberstehen, wird das Katzenelend nicht aufhören. Auch heute "lösen" immer noch viele Menschen - vor allem in ländlichen Gegenden - dieses Problem, indem sie die Katzenkinder ertränken oder "einfach an die Wand schlagen"! Das hat u.a. psychische Folgen für das Muttertier wie Krebsrisiko und frühzeitiger Tod. Neben der moralischen Haltlosigkeit solcher Praktiken drohen für solch sinnloses und unnötiges Töten Geldstrafen.

 

Es gibt nur eine vernünftige und vertretbare Maßnahme zur Lösung dieses Problems:

Die rigorose Kastration von Katze und Kater

Dies gilt nicht nur für freilebende, herrenlose Katzen und Kater ! Denn auch unkastrierte Tiere, die einen Besitzer haben, tragen zum Katzenelend bei. Ein unkastrierter Hauskater mit Freilauf wird sich selbstverständlich mit jeder verfügbaren Partnerin paaren und trägt so zur Vergrößerung des Problems bei.

Doch nicht nur die Geburt vieler ungewollter Kätzchen soll verhindert werden, sondern ein weiteres wichtiges Argument spricht für Kastration:

Die Zahl der unkastrierten Tiere, die eines Tages entlaufen, wird ungefähr zehnmal so hoch sein, wie die der kastrierten Tiere.

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Wie können Sie helfen ?

Ist Ihnen eine Katze zugelaufen oder haben Sie eine Katze gefunden, deren Halter Sie nicht feststellen können?

Dann könnte es sich um ein entlaufenes oder ausgesetztes Tier handeln.

 

Was ist zu tun ?

 

      - Meldung beim Fundbüro

 

      - liegt keine Vermisstenanzeige vor, dann eine Fundanzeige aufgeben

 

      - Unterbringung ins Tierheim veranlassen bzw. organisieren oder

 

      - alternativ das Tier selbst artgerecht unterbringen und versorgen

 

Bitte helfen auch Sie mit, Vorurteile gegen eine Kastration abzubauen. Sprechen Sie mit Ihnen bekannten Katzenbesitzern.

Helfen Sie, das Elend "freilebenden" Katzen, die in einem benachbarten Park, einem leerstehenden Gebäude, oft auch auf Friedhöfen ohne menschliche Hilfe leben, zu lindern.

 

Rufen Sie uns an, wenn Sie solche Katzen kennen. Auch hier werden wir aktiv.

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Was ist eine Kastration ?

Bei dieser Routineoperation werden dem Tier die Keimdrüsen entfernt. Beim Kater sind dies die Hoden, beim Weibchen die Eierstöcke.

 

Nach allen bestehenden Statistiken ist die Kastration der am häufigsten durchgeführte chirurgische Eingriff bei unseren Haustieren.

 

Jedoch bei keiner anderen Operation wird von menschlicher Seite mehr mit eigenem Gefühl als mit Fakten argumentiert.

 

In letzter Zeit wurden sogar Stimmen laut, die diese Operation als verstümmelnden Eingriff und als tierquälerisch bezeichnet haben. Das ist eine sehr einseitige Sichtweise.

 

An die Probleme einer zur Dauerrolligkeit verdammten Katze haben Zeitgenossen, die meinen, die rein tierschützerische Lehre damit zu vertreten, nicht gedacht.

 

Fakt ist jedoch:

 

Die Kastration bleibt die beste Methode zur Bekämpfung der Katzenüberpopulation.

 

Ebenfalls reduziert sich einerseits die Aggressivität der Tiere und erhöht andererseits die Lebenserwartung der Katzen im Vergleich zu unkastrierten Artgenossen.

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Welche Fragen stellen sich ?

1. Sollen Wohnungskatzen kastriert werden?

 

Auch bei reinen Wohnungskatzen ist eine Kastration durchaus sinnvoll denn:

Männliche unkastrierte Kater neigen zu intensiv riechenden Markierungen in der Wohnung. Weibchen leiden unter der sogenannten Dauerrolligkeit mit Stimmungsschwankungen und oft tagelangem, intensiven Miauen. Bei ihnen besteht außerdem eine höhere Gefahr der Gebärmuttervereiterung oder Zystenbildung.

 

2. Hat ein kastrierter Kater überhaupt noch Spaß am Leben?

 

Man nimmt den Tieren durch die Kastration nicht die Lebensfreude, denn das Sexualverhalten von Katzen ist auf die erfolgreiche Fortpflanzung ausgerichtet. Es dient der Erhaltung ihrer Art und nicht dem Vergnügen an der Kopulation.

 

3. Soll die Katze einmal in ihrem Leben Junge bekommen?

 

Für eine Bejahung gibt es keine Grundlage. Mit der ersten Rolligkeit ist die körperliche Entwicklung der Katze abgeschlossen. Es existiert keinerlei Beweis dafür, dass Katzenmütter gesünder sind, als Katzen ohne Nachwuchs.

 

4. Ist Kastration nicht wider die Natur?

 

Grundsätzlich "ja". Jedoch in der Konsequenz bedeutet diese "Natürlichkeit", dass Hunderttausende von Katzen ertränkt, erschlagen, vergiftet oder überfahren werden. Sind sie verwildert, können sie verhungern oder krank und einsam sterben. Dann wird es ein Gebot der Menschlichkeit in diese "natürliche" Vermehrung einzugreifen!

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Sie haben noch Fragen ? Rufen Sie uns an.

Wer verwilderten Katzen helfen möchte, sich nach Erfahrungen mit kastrierten Katzen erkundigen, nach einem guten und erfahrenen Tierarzt fragen, eine Katze bei sich zu Hause pflegen oder ganz einfach ein Tier ganz zu sich nehmen möchte, kann sich an den Tierschutzverein wenden.

Tierschutzverein Gütersloh und Umgebung e.V.

 

e-mail: info@tierschutzverein-guetersloh.de

 

In der Worth 116

33334 Gütersloh

Tel.: 05241/400922

 

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Kastrationspflicht in Gütersloh bereits seit November 2010



Als erster Grundansatz, um das unkontrollierte Tierleid in Gütersloh und Umgebung einzudämmen, wurde bei der Stadt Gütersloh eine Kennzeichnungs- und Registrierungpflicht aller Katzen, sowie die Kastrationspflicht für Freigängerkatzen gestellt.

 

Diesem Antrag wurde im Umweltausschuss stattgegeben:

 

Mit Beschluss des Rates vom 12.07.2010 wurde die Verwaltung beauftragt, die Ordnungsbehördliche Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Gütersloh (OBVO) um eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen, die sich in menschlicher Obhut befinden, zu ergänzen. Gleichzeitig soll durch geeignete Maßnahmen aktive Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit geleistet werden.

 

Die Aufnahme einer Kastrationspflicht für Katzen in die OBVO ist dann zulässig, wenn durch freilaufende, nicht kastrierte Katzen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung hervorgerufen werden kann. Die Tierschutzvereine und –organisationen weisen seit Jahren auf eine deutliche Zunahme der Katzenpopulation hin. Auch in Gütersloh ist das Anwachsen der Katzenpopulation zu beobachten....

 

.... In den vergangenen Jahren ist es zu einer erheblichen Zunahme von Fundkatzen oder herrenlosen Katzen im städtischen Tierheim gekommen. Bereits mehrfach musste die Annahme von Katzen aus Kapazitätsgründen abgelehnt werden. Diese Häufungen sind auch auf den deutlichen Anstieg der Katzenpopulation zurückzuführen. Die Versorgung und ärztliche Behandlung dieser Fundkatzen bzw. herrenloser Katzen führt zu einem extremen Anstieg der Unterhaltungs- bzw. Betriebskosten für das Tierheim Gütersloh. Die Einführung einer Kastrationspflicht für freilaufende Katzen ist ein geeignetes Mittel, um den weiteren Anstieg der Katzenpopulation langfristig einzudämmen.

 

Der Tierschutzverein Gütersloh und auch der Verein „Achtung für Tiere e.V.“ kümmern sich seit Jahren um herrenlose, verwilderte Katzen. Diese werden eingefangen, kastriert und in der Regel wieder ausgesetzt. Derartige Bemühungen zur Eindämmung der Katzenpopulation sind jedoch dauerhaft nicht erfolgreich, sofern freilaufende Katzen, die sich in menschlicher Obhut befinden, sich unkontrolliert fortpflanzen können.

 

Trotz der bisher durchgeführten Katzenkastrationsbemühungen der Tierschutzvereine hat die Zahl der im Stadtgebiet ausgesetzten, herrenlosen und verwilderten Katzen immer weiter zugenommen. Die Tiere pflanzen sich unkontrolliert fort und leben teilweise unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen.

 

 

Die zunehmende Populationsdichte führt außerdem zu folgenden Problemen:

 

- Gefährdung des Straßenverkehrs- Gefährdung der Katzen im Straßenverkehr

- Dezimierung frei lebender und bestandsbedrohter Tierarten (z.B. Singvögel)

- Vermeidbare Schmerzen und Leiden verletzter und/oder kranker Katzen im    Zusammenhang mit   Revierkämpfen und/oder während der Paarungszeit. 

- gesundheitliche Beeinträchtigung der von Menschen gehaltenen Haustiere

- Belästigung der Bevölkerung durch streunende Katzen (Ruhestörung, Markierung des Reviers usw.)

 

Bedenkt man, dass eine geschlechtsreife Katze im Normalfall zwei- bis dreimal im Jahr 4-6 Nachkommen zeugt, kann man sich ausmalen, wie sich die Situation immer weiter verschärft.

 

Das systematische Kastrieren von frei lebenden/freilaufenden Katzen ist aus Sicht des Tierschutzes die einzig vertretbare Maßnahme, um wirksam Einfluss auf die Population zu nehmen. Eine Vielzahl freilaufender nicht kastrierter Katzen wird von Menschen gehalten oder auch nur gefüttert. Um den Nachwuchs dieser Katzen, die sich regelmäßig im Freien aufhalten, kümmert sich niemand ernsthaft. Die in freier Natur geborenen Jungkatzen verwildern nach kurzer Zeit und sind bereits im 7. bis 8. Lebensmonat ebenfalls wieder geschlechtsreif.

 

Diese nachkommende Generation sorgt damit für einen weiteren Anstieg der Populationsdichte.

 

 

Der Tierschutzverein Gütersloh und Umgebung. e.V. als Träger des Tierheimes in Gütersloh ist an die Kapazitätsgrenze der Aufnahme dieser vielen Katzen angekommen. Das Tierheim ist teilweise so stark belegt, dass sogar Personalräume zum Teil umfunktioniert werden um diese Tiere versorgen zu können. Durch die dichte Überbelegung kommt es immer wieder zu Infektionskrankheiten.

Die Stadt Gütersloh ist nun, wie schon einige andere Städte (z. B. Paderborn, Hildesheim um nur zwei zu nennen, bei vielen weiteren liegen die Anträge der örtl. Tierschutzorganisationen vor und befinden sich in der Entscheidungsphase) den Schritt in die richtige Richtung gegangen.

 

Der Tierschutzverein Gütersloh und Umgebung. e.V. appelliert nun an alle Besitzer freilaufender Katzen, dieser Verordnung zu folgen und die Kastration und Kennzeichnung durch einen Tierarzt vornehmen zu lassen.

 

 

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Beschlussfassung:

Aufgrund der §§ 27 Abs. 1, Abs. 4 Satz 1, 31 des Gesetzes über Aufbau und Befugnisse der Ordnungsbehörden – Ordnungsbehördengesetz (OBG) – in der Fassung der Bekanntmachung vom 13.05.1980 (GV NRW S. 528) zuletzt geändert durch Gesetz vom 05.04.2005 (GV NRW S. 274) wird von der Stadt Gütersloh als örtliche Ordnungsbehörde gem. dem Beschluss des Rates der Stadt Gütersloh vom 26.11.2010 für das Gebiet der Stadt Gütersloh nachstehende Änderung der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Gütersloh vom 24.04.2009 erlassen:

 

Nach § 4 Abs. 3 wird eingefügt:

(4) Katzenhalter/innen, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese zuvor von einem Tierarzt kastrieren und mittels Tätowierung oder Mikrochip kennzeichnen zu lassen. Dies gilt nicht für weniger als 5 Monate alte Katzen.

 

Als Katzenhalter/in vorstehenden Sinne gilt auch, wer freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellt.

 

(5) Für die Zucht von Rassekatzen können auf Antrag Ausnahmen von der Kastrationspflicht zugelassen werden, sofern eine Kontrolle und Versorgung der Nachzucht glaubhaft dargelegt wird. Im Übrigen bleibt § 10 unberührt.

 

In § 11 Abs. 1 Nr. 3 wird nach dem Wort „Tieren“ eingefügt: sowie der Kastrationspflicht für Katzen

 

Inkrafttreten

 

Die I. Änderung zur Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Gütersloh tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

 

Die Kastration freilaufender Katzen ist auch angemessen, da sie sich auf Katzen beschränkt, die sich unkontrolliert vermehren können. Tierhalter, die ihre Katzen in der Wohnung halten, sind von einer Kastrationspflicht nicht betroffen. Das gilt auch, wenn Katzen Zugang zum Garten o.ä. haben und verhindert wird, dass das Tier daraus entweichen kann.

 

Die Kosten der Kastration werden dem Tierhalter als sog. Störer im ordnungsrechtlichen Sinne auferlegt. Tierhalter ist auch, wer freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellt.....


 
   

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